Nie wieder Miete!


 

 

14.Juni 2016

Morgen beginnt die große Sommerbaustelle. Hier Antworten auf häufig gestellte Fragen:

Kann euch auch ohne handwerkliche Erfahrung unterstützen?

Die Sommerbaustelle ist offen für jede*jeden. Egal ob Handwerker*in oder Menschen mit zwei Linken Händen. Es wird viele verschiedene Bereiche geben, in denen sich Leute einbringen können.

Was muss  ich mitbringen?

Ihr solltet auf jeden Fall Arbeitskleidung, also feste Kleidung die auch dreckig werden darf, mitbringen. Schön wäre es, wenn zusätzlich Sicherheitsschuhe und Handschuhe mitgebracht werden. Falls Ihr sowas nicht besitzt: Halb so schlimm, einiges haben wir auch vor Ort. Solltet ihr eigenes Werkzeug haben, bringt das bitte mit!

Wann gehts denn immer los?

Die Baustelle wird täglich ab 09Uhr aufgeschlossen, Baubeginn ist 10Uhr.

Wie siehts mit der Verpflegung aus?

Ab 09Uhr steht Frühstück bereit. Täglich um 14Uhr gibt es ein gemeinsames, veganes Mittagessen. Menschen die gerne kochen, dürfen sich vor Ort gerne in die Kochliste eintragen!

Gibt es vor Ort eine Ansprechperson?

Ja! Um zu erfahren, wer euer*eure Ansprechpartner*in ist, fragt einfach in der Werkstatt nach, dort wird durchgängig eine Person sein.

Ich komme nicht aus Herford und brauche eine Schlafplatz

Gar kein Problem! Wir haben eine zentrale Schlafmöglichkeit organisiert. Bringt einfach Schlafsäcke mit und sagt vor Ort bescheid!

Wie erreicht man euch?

Wir haben ein zentrales Bautelefon eingerichtet wird. Das Handy wird ständig betreut. Also falls ihr Fragen habt, ruft einfach unter : 0151 – 57555022

Wo finde ich die Mitfahrzentrale?

Für Autofahrer*innen die nicht mit leeren Autos nach Herford fahren möchte und für Leute ohne eigenes Auto oder Bahnticket gibts folgende Tabelle zum eintragen

https://www.ssl-id.de/bullsheet.de/T/Sommerbaustelle_Mitfahrboerse_4x2Sfd6GeVcX/index.php?r=91595

 

Falls noch Fragen offenen sind, schreibt uns ne Mail an flaflabaut@flafla.de oder ruft einfach an! 🙂

 

Ansonsten: Bis Morgen auf der Baustelle!

 

 

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16. Juni 2016

 

In EINEM MONAT startet die Sommerbaustelle in unserem neuen Haus. Wir haben uns in der Zeit viel vorgenommen: Vom Boden bis zur Decke gibt es unzählige Aufgaben zu erledigen. Daher laden wir alle ein, ob mit handwerklichen Kenntnissen oder ohne, uns diesen Sommer zu unterstützen und mit uns zusammen unser Projekt und unsere Utopie zu verwirklichen!

Unsere Genoss*innen vom Revision Medienkollektiv haben mit einigen Helfer*innen gesprochen, warum sie die Sommerbaustelle unterstützen werden. Die vielfältigen Gründe dafür werden wir in den nächsten 4 Wochen veröffentlichen, um auch wirklich den/die Letze(n) davon zu überzeugen, vom 15.7-7.8 nach Herford zu kommen.

(Foto: Sebastian Lemme/ re_vision medienkollektiv)

 

Warum FlaFla#1


28.April 2016

Bautagebuch #7 vom 9. April

In der letzten Zeit neigen sich die Arbeiten, die bis zum OK für unseren Bauantrag gemacht werden können, dem Ende zu. Trotzdem ist im Laufe der letzten Tage wieder einiges passiert. Unter der Woche haben sich Leute zum Flicken der Löcher im Boden des Erd- und Dachgeschosses verabredet, auch in den Wänden wurden kleinere Löcher zugemauert und der Baucontainer, der noch im „alten“ Fla an der Goebenstraße stand, wurde abgeholt und im Hof aufgebaut.

An unserem wöchentlichen Bausamstag waren dann natürlich wieder die wunderschönen Fenstergitter an der Reihe, hier wurde geschweißt, geflext und gehämmert. Eine nicht-tragende Wand im Erdgeschoss durfte noch fallen, was wieder knapp eine Mulde voll Schutt bedeutete. Die noch brauchbaren Steine der Wand mussten anschließend von Putz und Mörtel befreit werden, da sie später zum zumauern der Fenster in der zukünftigen Disco genutzt werden sollen.

Außerdem war am Samstag das erste Vorbereitungstreffen für die Sommerbaustelle, die vom 15. Juli bis zum 7. August stattfinden wird. Die Bauarbeiten wurden hierfür in viele kleine Projekte aufgeteilt, die von einzelnen Arbeitsgruppen nun weiterverfolgt werden. Da wir auf viele Unterstützer*innen hoffen wird es auch Schlafplätze und tägliche Verpflegung auf dem Bau geben. Meldet euch, wenn ihr uns während der Zeit unterstützen wollt! Das Fla Fla braucht euch!!!

 

 

 

8.April 2016

Fotoserie vom //re_vision medienkollektiv

 

 

Pausenraum

Pausenraum

EG zukünftige Kneipe

EG zukünftige Kneipe

Eingangsbereich

Eingangsbereich

1.OG zukünftiger Sportraum

1.OG zukünftiger Vortragsraum

Dachstuhl

Dachstuhl

1.OG

1.OG

1.OG

1.OG

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1. Dämmung im 1.OG

1. Dämmung im 1.OG

Die Fenstergitter :)

Die Fenstergitter 🙂


 

23.3.2016

Bautagebuch #6

Nach den ersten Bautagen im Dezember, den ersten Eindrücken von einem alten, großen, verwinkelten Gebäude und den vielen Überbleibseln aus vergangenen Tagen des Hauses als Nachtbar, hatte ich bei meiner Wiederkehr in die Diebrockerstraße vor 2 Wochen nur geringe Vorstellungen davon, wie weit die Arbeiten vorangeschritten sein könnten und wie weit sich die Baustelle weiterentwickelt hatte. Über verschiedene Kommunikationswege konnte ich Kontakt zur neu gewonnenen ‚Festung’ knüpfen und hatte teilweise Einblick in die Planung und erste Fortschritte, außerdem reichte die Kapazität der Nachrichtenübermittlungsdienste des www aus, um erste Entwürfe für die Gestaltung der Fenstergitter zu planen.

Es ist wirklich schön, mit den Menschen, mit denen ich das Fla Fla und damit auch ein großes Stück ‚Zuhause’ verbinde, gemeinschaftlich ein solches Projekt anzugehen und sichtbaren Fortschritte zu schaffen. Umso schöner ist es, Menschen in solch einem Kontext kennen zulernen und zusammen zwischendurch in die traumhafte Zukunft unseres AZ’s an diesem Ort abzuschweifen. Nachdem auf dem Dachboden zwei Schornsteine brutal entfernt wurden und anschließend die entstandenen Lücken im Dach gefüllt wurden, ging es mit Hammer und Meißel daran, die anfallenden kostbaren Ziegelsteine von den teilweise schon gebrannten Putz zu befreien und diese mit Eimern und Schubkarre in den Keller zu transportieren. Zu meinem Erstaunen fehlte bei meiner Ankunft im Erdgeschoss die einstige Treppe ins Obergeschoss, der gewonnene Raum macht nun Platz für die zukünftige trennende, tragende Wand zwischen Kneipe und Disko. Neben dem Schleppen der roten Steine über Umwege, also Treppen im und am Haus genoss ich kleine Pausen am Dachfenster in der Sonne mit herrlicher Aussicht über die Schienen und weite Teile der Stadt mit einer Flasche Mate. Nach einigen Tagen wurde das System überarbeitet und die unzähligen Steine mit Lastenzügen vom Dachboden in den Hof befördert. Auf dem Weg in den staubigen Keller traf ich zuerst auf Klänge des lauttönenden Radios, den großen Stapel von eingelagerten Ziegelsteinen und nicht zuletzt auf völlig grau verstaubte Gestalten, die ihre mir bekannten Gesichter unter Staubmasken verhüllten, sich aber durch typische Verhaltensmuster bemerkbar machten und den Keller durch ihre ausbauende Tätigkeit weiter und weiter zugänglich machten. Die nächsten Tage wurden die Reste der beiden Schornsteine bis ins Untergeschoss entfernt und vorerst letzter Schutt und Schrott aus den oberen Etagen entfernt und eingelagert. Die völlig neuen Dimensionen, allein der vorhandenen Lagerflächen sind einfach super, doch glücklicherweise werden zudem Mulde um Mulde unbrauchbares Zeug entfernt. Es ist gut, zu sehen wie viel bisher geschehen ist, wie viele Wände allein im Obergeschoss gefallen sind, nun der Platz der Etage übersichtlich ist und die Raumteilungspläne die im Büro einsehbar sind, immer verständlicher werden. Ein großer Teil der ersten, grundlegenden Arbeiten ist geschaffen, doch bis zum tatsächlichen Ausbau gibt es noch sehr, sehr viel zu tun und jede helfende Hand ist ein guter Schritt foran! Die Vielfalt der Aufgaben gibt gewöhnlich allen interessierten Menschen eine entsprechende Tätigkeit, ob es das Räumen und Arbeiten in der Werkstatt, Sortieren von brauchbarem Werkstoff, Tapeten entfernen (und alte Wandmalereien finden), Mauern, Mittagessen kochen oder schwere Dinge von A nach B schleppen und damit Armmuskeln ausbauen, ist. In den folgenden Tagen, wurde der kleine Nebenraum der Werkstatt ausgeräumt, alte Kabelkanäle mit der Zange und Akkuschrauber entfernt und Balken aus den Wänden gesägt und gebrochen – damit die trennende Wand zur Werkstatt fallen konnte und dem Arbeitsraum nun ein gutes Stück mehr Platz gibt. Außerdem gibt es nun einen niegelnagelneuen Stahltürseiteneingang zur Werkstatt! Nachdem wir feststellten, dass der Boden in diesem Abschnitt Unterschiede in der Höhe des Bodens aufwies, machten wir uns daran mit Vorschlaghammer und Presslufthammer, sowie Keilen, Schaufel und Besen, die schwerfällige Betonschicht Stück für Stück zu entfernen. Nun glänzt die Werkstatt in ihrer vollen Größe und die unzähligen Stahlschränke fanden alle einen Platz an der Wand, ebenfalls ist der Raum nun mit Fahrzeugen (wie zum Beispiel Hubwagen) befahrbar und bietet neue Möglichkeiten. Ich freue mich jetzt umso mehr an den geplanten Fenstergittern für die Außenfassaden weiterzuarbeiten und genügend Platz zum Abmessen und zuschneiden der Stahlstangen mit der Flex zu haben und diese anschließend aneinander zu schweißen. Zwei der vier Fenstergitter (90x180cm) sind bereits fertig und warten auf ihren Einsatz, beide zieren die Schriftzüge ‚Krieg den Hütten, Paläste für Alle !’ und ‚Für immer und alle!’, sowie einige sehr gut gelungene eingearbeitete Sterne, Kreise und Monde. Es erfrischt Leib und Seele immer wieder völlig unbekannte Tätigkeiten auszuüben, um festzustellen, wie gut und wichtig es ist, Fähigkeiten im Handwerk zu erlangen (zum Beispiel das Mischen von nahezu perfekter Mauermörtelkonsistenz). Für mich ist das Bautreffen (Dienstags, 18 Uhr) eine sehr wichtige Gelegenheit zur Entscheidungsfindung, Absprache, weitergehende Planung und Ort für Ideen (zum Beispiel dafür, wie man einmal die Räume bezüglich der Wände und Böden gestalten könnte und welches Erscheinungsbild die Fassade einmal bekommen soll). Hierbei bin ich froh, dass sich immer wieder neue, interessante Charaktere in die Planung einbringen und es dabei zu völlig neuen Überlegungen kommt, davon kann es wirklich ruhig noch viel mehr geben! Auch oder vorallem in dieser Phase des Baus kommt es dazu, dass wir am liebsten mit noch mehr Spenden (auch Material wird benötigt!) und Förderungsgeldern kalkulieren würden und für einige Aufgaben weitere Fachleute ihres Gebiets gut gebrauchen können.

Es ist schön zu sehen, wie sich Ideen entwickeln, zu Zielen werden und wie viel Platz plötzlich dafür vorhanden ist. Lasst uns gemeinsam mit diesem Vorhaben eine neue Zeit der selbstverwalteten Jugend- und

Kulturarbeit in Herford einläuten und uns einen Ort schaffen, wie es ihn in der Geschichte des FlaFlas noch nie gegeben hat – frei, groß und vielfältig für alle und IMMER!


 

21.3.2016

Bautagebuch #5 vom 19.3.16

Der heutige Bautag fing etwas gemächlicher als üblich an. Nachdem die erste Person um halb 10 vor verschlossenen Türen stand, wurde die Baustelle kurz darauf aufgeschlossen. Etwas später kamen die gespendeten massiven Einfahrtstore, zwei 3 Meter lange Flügel die vielleicht übereinander zu einem hohen Tor verschweißt werden.

Die Werkstatt stand heute im Mittelpunkt der Aktivitäten. Die Vorbesitzer hatten anscheinend über dem ursprünglichen Betonboden eine zweite, an manchen Stellen etwa 15cm dicke Betonschicht aufgegossen. Da diese nicht im ganzen Werkstattbereich war und diese es außerdem ungemein schwer machte, mit Hubwagen oder Sackkarre reinzufahren, haben wir beschlossen die Schicht zu entfernen. Also haben wir uns letzte Woche drangemacht, mit einem geliehenen Kompressor und Presslufthämmern den Boden zu zertrümmern. Bei einer mehr oder weniger fertig eingerichteten Werkstatt gestaltete sich das ziemlich umständlich. Metallschränke ausräumen, zur Seite stellen, freigewordene Fläche bearbeiten, Schutt schleppen, Schrank zurück, einräumen, nächster Schrank und sonstigen Kram wegräumen und so weiter… Aber wir sind heute fertig geworden!!! Die gewonnenen 15cm Deckenhöhe machen den Raum viel größer und mit der neuen Aufstellung der Schränke ist die Werkstatt riesig und bietet viel Platz zum Gitterschweißen und für sonstige Arbeiten.

Außerdem hat die Werkstatt jetzt endlich eine neue Seitentür!!! Das war nämlich das Parallelprojekt zum Boden. Mithilfe von unserem Tischler wurde die Tür perfekt eingebaut und abends sogar noch verputzt! Super Arbeit, die Werkstatt sieht echt toll aus!!!

Um neun Uhr war dann auch für die letzten Feierabend. Obwohl wir heute „nur“ zehn Leute auf der Baustelle waren haben wir viel gerissen und das Kernstück unseres Bauvorhabens an den Start gebracht. Schöner Tag 🙂

Ach so, und das Chili sin Carne zum Mittagessen und der Apfel-Crumble als Nachtisch waren wunderbar 😉 Dankeschön hierfür!


 

15.3.2016

Bautagebuch #4 vom 12.3.2016

Bautagebuch 12.03.16

Als ich um 9 Uhr im auf der Baustelle ankam war es noch sehr ruhig. Es war ein klarer, kühler Morgen, perfekt zum aktiv werden. Die Frische Luft machte den Kopf frei und brachte somit einen guten Start in den Tag.

Es war noch nicht viel los, nur an der Elektrik wurde schon weitergemacht. Es galt ein wichtiges Kabel mit enormen Umfang aus der Werkstatt ins Hauptgebäude zu verlegen, zu zweit schon fast eine schweisstreibende Arbeit. Da kommt die Verstärkung um kurz nach neun wie gerufen.

Bis zehn Uhr waren nun so viele Menschen gekommen, dass wir uns einmal sammeln konnten um uns aufzuteilen und die Aufgaben zu verteilen.

Ein grösseres Team begann damit, in der zukünftigen Kneipe das Mauerwerk freizulegen und aufzuarbeiten, da es später mal sichtbar sein soll. Eine Menge Arbeit und vieles gilt es zu beachten, die einzelnen Arbeitsschritte müssen erst ausprobiert und verbessert werden, bis schliesslich der genaue Vorgang klar ist. Nicht ganz einfach, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Ein weiteres Team baute an den Fenstergittern weiter, das erste wurde schon fertig gestellt und sorgte für Begeisterung bei allen Anwesenden, sowohl bei den vielen Menschen die daran mitgebaut hatten als auch bei denjenigen, die Es zum ersten mal zu sehen bekamen.

Parallel dazu wurde wie schon erwähnt an der Elektrik weitergebaut, wie viel Arbeit ein einziges solches Kabel mit sich bringt hätte ich vorher nicht gedacht, aber am Ende es Tages war es doch genau dort wo es hingehört und und die Personen welche sich damit beschäftigt haben waren sichtlich zufrieden mit ihrer Arbeit!

Ich selber hatte mir heute Vorgenommen die Tischkreissäge, welche wir vor einigerzeit gespendet bekommen hatten wieder fit zu machen. Die Säge an sich war nicht schlecht, befand sich allerdings in einem desolaten Zustand. Die Innereien waren teilweise ziemlich verrostet, einzelne Teile waren abgebrochen oder fehlten komplett. Da half nur das komplette Ding auseinander schrauben, Rost runterschleifen und polieren, gebrochene Stellen schweißen, fehlende Teile neu bauen oder improvisieren. Auch eine Menge Arbeit und zwischendurch die Sorge, dass ich das Ganze Ding nicht wieder zusammengebaut bekomme. Aber am Ende des Tages sieht die Maschine aus wie neu (fast zumindest :D) und läuft tatsächlich wie sie es soll. Ich bin sehr zufrieden, da ich davon ausgehe dass die Säge uns in Zukunft sehr nützlich sein wird und eine Menge Arbeit erleichtert!

Alles in allem war es meiner Meinung nach ein guter, produktiver Tag an dem viel geschafft wurde und sich viele Menschen mit eingebracht haben. Weiter so !

 


 

1.3.2016

Bautagebuch #3 vom 27.2.2016

Mit einer heißen Tasse Kaffee begann der Bautag im Baubüro. Dabei konnte erst einmal besprochen werden was alles Zutun ist und wer sich um das Mittagessen kümmert. Die Größe der Gruppe war zwar leicht überschaubar, aber die Stimmung war gut und die Leute motiviert. Es gab 2 Orte an denen Hauptsächlich gearbeitet wurde. Die Garage, die sich an Bautagen auch Metallwerkstatt nennen könnte und ein großer leerer Raum im 1. OG des Haupthauses.

In der Garage wurde an den Fenstergittern weiter gebaut, die aus vielen Kleinteilen zusammen geschweißt werden. Im 1. OG des Haupthauses wurden an vorigen Bautagen schon viele Wände entfernt. So sind große Räume entstanden. In einem der großen Räume gab es bis zu diesem Wochenende noch eine Ecke die zuvor ein Badezimmer war. Es standen dort noch eine Toilette eine Badewanne und die Wände waren gefliest. Bis Zum Mittag waren die Toilette und die meisten Fliesen Draußen.

Zum Mittag gab es eine leckere Reispfanne mit Tofu, Kichererbsen, Zuckerschoten und ganz vielen anderen Sachen die einem Energie für den Nachmittag gaben.(natürlich vegan ;)) Nach dem Mittag musste erst einmal der Schutt, der beim ab Stemmen der Fliesen entstanden ist, runter in die Mulde getragen werden. Und auch die Badewanne musste runter. Aber wie ? Nach einiger zeit Diskussion ob sie als Ganzes oder zerschnitten die enge und steile Treppe runter tragen sollten, entschieden wir uns für den einfacheren direkten Weg: als Ganzes durchs Fenster. Danach noch den Fußboden mit Kuhfüßen und Spitzhacken entfernt und weg war das Badezimmer. Noch die Werkzeuge weg räumen und das Baubüro aufräumen und den Tag im „alten“ Fla Fla in der Goebenstr. ausklingen lassen. Natürlich sind auch im restlichen Haus noch Dinge passiert. Kabel aus den Wänden, Rohre und Putzreste abschlagen usw. Insgesamt ein etwas ruhigere Tag. Am Ende jedoch einiges geschafft.


23.2.2016

Bautagebuch #2 vom 20.2.2016

Der Tag begann um 8h auf der Baustelle. Erstmal den Sozialraum aufräumen, um den Raum fit für den Tag zu machen. Dann ein kurzes Frühstück und schon geht es los.

Die ersten auf’m Bau sind die gelernten Handwerker (Gas- und Wasserinstallateur, Metallbauer, Tischler und Zimmermann). Schnell wurden die anfallenden Aufgaben besprochen und die Leute gemäß ihrer Qualifikationen verteilt. Dann trudelten nach und nach die anderen Helfer*innen und Unterstützter*innen ein. Ich fing an meinen Arbeitsplatz in der Werkstatt einzurichten. Meine Aufgabe war es an den neuen Fenstergittern weiter zu arbeiten. So wurden die nächsten Stunden zu viert geschweißt, geflext, gezeichnet, entworfen und Stahl gebogen.

In den anderen Gebäudeteilen wurden Fenster repariert, Farbe und Putzt von den Decken und Wänden gekratzt, ausgebaute Stromkabel sortiert und für den Schrott vorbereitet, das restliche Holz aus dem Gebäude zusammen gesucht und in die große Holzmulde geschmissen – damit diese im Laufe der Woche abgeholt werden kann – Bauschutt und abgeschlagener Putzt eimerweise aus dem Gebäude getragen und die Bauschuttmulde gut gefüllt.

Insgesamt waren ca. 20-25 Leute den Tag über da. Das Obergeschoss ist jetzt für einen Wiederaufbau vorbereitet und wir können uns auf das Erdgeschoss und den Keller konzentrieren.

Es wurde viel geschafft, aber es bleibt noch genug zu tun für das ganze Jahr.

M. (Metallbauer)

 

 


 

 

17.2.2015

Bautagebuch #1 vom 13.2.2016

 

Der Tag begann womit er die Woche schon aufgehört hat. Kabel aus den Wänden ziehen. Dummerweise nicht irgendwelche, sondern die Hauptverteilung des Obergeschosses. Die lag nämlich nicht unter einfach zu entfernendem Putz, sondern war richtig in die Wand integriert. Unten steckte der Meißel so tief in der Wand, dass ich ihn ohne Stemmbohrer nicht aus seiner derzeitigen Position entfernen konnte. Aber egal, rann da, und siehe da, aller pessimistischen Vermutungen zum trotzt war die Geschichte um Mittag gegessen und das Obergeschoss war Elektrofrei.

In der Zeit wurde in der Garage weiter an der Fertigstellung der Fenstergitter gearbeitet. Zum Ausgleich, aus dem unschönen Grund aus welchem wir sie benötigen, wurde ihnen einen lockere und kunstvolle Form gegeben. Andere Menschen beschäftigten sich damit Fenster zu zumauern. Jede Mauer statt eines Fensters spart uns Metall und die Arbeit für ein weiteres Gitter. Weiter gekloppe an Böden, Kleinigkeiten demontieren und natürlich wie immer: Schutt weg. Für mich ging es ein Stockwerk tiefer. Die Hauptverteilung von Oben kam dummerweise von Unten und da waren noch einige Kabel in den Wänden, die wir lieber außerhalb der Wände sähen. Da ich dort auf der Leiter und an der Decke anfangen musste, habe ich mich erstmal mit Atemschutz und Schutzbrille ausgestattet. Wenn einem die ganze Zeit Putz von Decke und Wand in Augen und Mund fliegt, lässt es sich nicht wirklich effizient arbeiten.

Mittagessen gegen 15 Uhr. Zwar nicht Mittag aber meiner Meinung nach auf der Baustelle die Beste Zeit zum Essen. Es wurde schon ordentlich was geschafft und nach einem guten Essen vergehen die letzten paar Stunden wie im Flug. Zu essen gab‘s Suppe mit Porree und Käse. Ich änderte meine Überzeug davon, dass Suppen schmecken können, aber nicht satt machen, dazu das Suppen klasse sein können und dazu noch den Magen vollstopfen. Nun wurde besprochen was denn nun der beste Plan für den weiteren Tag wäre. Da am nächsten Tag viele Gäste zu unsere Infoveranstaltung erwartet wurden, war die Devise: aufräumen. Also wurde der restliche Schutt beseitigt, etwaige Löcher gestopft, und ordentlich gefegt. Auch während dieser Zeit waren trotzdem Leute weiter am arbeiten und Dreck verursachen, was sich bei aller Planung nie verhindern lässt. Und genau das macht diese Baustelle aus, ein konstanter Strom an Veränderung mit einer gewissen Prise an Unordnung und Wuseligkeit. Immer sind Leute am Arbeiten und meist tun sie das mit großem Elan und Schaffenswillen. Zwar macht man damit nicht immer das richtige Loch in die richtige Wand, aber ohne dieses große Engagement von Herzen sähe es düster aus. Für unsere Baustelle und unsere Gesellschaft.

 


 

11.2.2016

Zwei Monate …

Seit nun acht Wochen arbeiten wir schon in der Diebrockerstraße 2. Nach sieben offiziellen Bautagen und gefühlten 100 anderen Tagen, an denen mensch halt trotzdem zum arbeiten dort war, wurden knapp 1000m³ Restmüll, Holz und Schutt entsorgt. Dank den vielen Freund_innen, die vor Ort waren, ist jetzt aber Land in Sicht!…was die Entkernung angeht.

Mittlerweile wissen wirIMG-20160211-WA0002 IMG-20160211-WA0001 IMG-20160211-WA0004 , was im Gebäude gemacht werden muss und was nicht. Es gibt auf jeden Fall eine lange Liste von Dingen, die gemacht werden müssen. Tischler_innen, Maler_innen, Fliesenleger_innen, Zimmermenschen, Köch_innen, Schuttschlepper_innen oder Menschen, die ihr handwerkliches Geschick probieren möchten, werden bei uns immer was zu tun finden 🙂IMG-20160210-WA0001

Wer Lust hat sich einzubringen, dem sei unsere Infoveranstaltung am kommenden Sonntag ( 14.2.) um 15Uhr ans Herz gelegt. Neben einer Begehung des Hauses, offenbaren wir euch unsere Pläne für das tolle Haus und wollen mit euch über die Sommerbaustelle ins Gespräch kommen.

Die Veranstaltung findet ihr hier unter der Rubrik „(Bau-)Termine“ oder hier auf Facebook

Macht da kräftig Werbung für!

Außerdem: Wir haben’s lange Angekündigt, jetzt ist es soweit! Jede Woche erscheint hier ein Bericht von den Bautagen. Wer es nicht ins Fla schafft, kann den Prozess dann auch von zu Hause verfolgen.

 

 

P.S: Um diese schnieken T-Shirts zu bekommen, schreibt einfach an flaflabaut@flafla.de

 

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13.12.2015

Es ist soweit!

Am letzten Montag, dem 14.12.2015, haben wir (ohne Übertreibung) FlaFla-Geschichte geschrieben. Zum ersten Mal seit 46 Jahren hat das FlaFla ein eigenes Haus! Wir haben das Gebäude an der Diebrocker Straße 2-4 gekauft. Das bedeutet: Nie wieder Miete zahlen, nie wieder Umziehen! Das FlaFla kann jetzt langfristig Raum für Kulturelles und Politisches bieten und ist noch unabhängiger als zuvor. Auch wenn die Vorbereitungszeit schon anstrengend war, beginnt jetzt die richtig heiße Phase. Wir müssen ausräumen, umbauen, renovieren und Ende des Jahres schlussendlich umziehen. Auf diesem Blog erfahrt ihr alles mögliche an Neuigkeiten, Fortschritten und was es sonst noch so zu erzählen gibt. Wenn ihr Lust habt, mit anzupacken, dann wendet euch gerne an diese Email-Adresse: flaflabaut@flafla.de  Guckt auch bei Facebook rum!

Ihr hört von uns. FLAFLA für immer! Foto re